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.___Wolke7

Und ich schließe die Augen...
vor all diesen Fragen.

Dinge kommen, Dinge gehen. Ist es wert dieses Leben zu lieben?

Kennt ihr das, wenn ihr euch denkt: „Ach, heute blogge ich mal wieder. Ich hab tausend Sachen auf dem Herzen, die ich loswerden möchte?“ - Und dann, wenn ihr vor dem PC sitzt fällt euch kein Anfang ein. Auf einmal ist alles weg, was man sich von der Seele schreiben wollte. Whatever, so geht’s mir gerade. Als ich vorhin meine Wohnung geputzt habe kamen mir tausend Dinge in den Sinn, über die ich schreiben wollte und jetzt?

Jetzt beginne ich damit, das ich heute bei Mama war und geweint habe. Mal ehrlich: Ich habe das nicht verdient, was mir momentan von allen Seiten angetan wird. Meine Schwestern behandeln mich wie das letzte Etwas auf Erden. Gerade von der Mittleren bin ich sehr enttäuscht. Ich will ihnen nicht zeigen, dass es mir weh tut. Aber bei Mama? Bei Mama habe ich heute geweint. Meine Familie war mir immer wichtig, auch, wenn ich gerade nicht weiß, was an meiner Familie echt war und was nicht. Wenn ich an die Zeiten zurückdenke, ich habe viel mit meiner Schwester gelacht. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemals wieder so sein wird. Es ist etwas in mir kaputt gegangen. Ein kleines Wort mit großer Bedeutung: Vertrauen.
Ich fühle mich verraten. Verraten vom eigenen Blut. Das ist tatsächlich eine bittere Erfahrung und ich wünsche das niemandem. Von der eigenen Schwester zu hören, man wüsste nicht mehr, was man der eigenen Schwester glauben kann – das ist bitter. Und dann dieses Betüdeln und Betätscheln von meinem Exmann – das geht gaaar nicht. Wäre genauso, als würde ich im Falle einer Trennung auf der Seite von meinem Schwager stehen. Und er wäre auf einmal mein Bruder und sie als meine Schwester für mich gestorben. Kann man sowas jemals verzeihen?

Manchmal fragt man sich, ob man alles richtig gemacht habe. Aber ich glaube, ich habe alles richtig gemacht. Ich bin rechtzeitig ausgestiegen, habe einen Menschen gefunden, den ich so sehr liebe. Natürlich, wir mussten um viel kämpfen und werden auch weiter um viel kämpfen müssen. Ich hab meine Familie mittlerweile soweit, dass sie ihm eine Chance geben. Noch nicht jetzt, aber das kommt noch. Sie haben es akzeptiert – also meine Eltern. Seine Eltern wiederum heucheln mir vorne herum ins Gesicht, lächeln freundlich und tun so, als wäre alles in Ordnung. Ein Verhalten, welches für mich gar nicht geht. Ich weiß, dass sie mich nicht leiden können – warum auch immer. Getan hab ich denen nichts. Sie würden es vor mir auch nie zugeben, dass sie ein Problem mit mir haben. Seine Schwester ist eh das Allerletzte. Schade, dass man das von der Schwester des Partners sagen muss. Aber die Frau hat so dermaßen einen Schaden. Ich weiß auch, dass die Frau meine bzw. unsere Wohnung niemals betreten wird. Im Leben nicht. Letztens hat sie mich blöd angelabert, was ich wiederum Philipp erzählt habe. Er hat sie dann gepackt und meinte wohl, sie solle mich endlich in Ruhe lassen. (Wohl bemerkt: Die Frau ist 26) Daraufhin ging mords die Rangelei los und sie hat ihm frech ins Gesicht gelacht und meinte, er solle doch zuschlagen. Was er dann auch getan hat, daraufhin ist sie dann auf mich los, hat mich angeschrien. Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen zurückzuschreien. Ich lass mir von so einem Menschen mit Sicherheit nichts sagen. Ich weiß gar nicht, wie man diese Frau beschreiben soll. Dafür gibt’s keine Beschreibung. Ich vermute einfach, sie ist einmal zu oft vom Wickeltisch gefallen.

Nichts desto trotz denkt man halt über die Zukunft nach. Wie soll das werden auf Dauer? Eigentlich finde ich es schon wichtig, dass der Partner von der Familie akzeptiert und irgendwann gemocht wird. Ich weiß, dass meine Eltern Philipp irgendwann mögen werden. Ich weiß auch, dass wir irgendwann über alles lachen und unter dem Pavillion sitzen können gemeinsam. Meine Angst ist vielmehr die, dass er sich irgendwann von seiner Familie aufhetzen lässt. Immerhin ist er doch sechs Jahre jünger als ich. Eine gute Freundin würde jetzt sagen: Ja, dann ist er es nicht wert und hat dich nicht verdient. Natürlich hat er mit der Ohrfeige für seine Schwester mehr als deutlich gezeigt, auf welcher Seite er steht und das er mich verteidigt. Aber die Angst bleibt irgendwie. Ich will nicht nochmal einen Menschen verlieren. Und schon gar nicht ihn. Er gibt mir so viel. Gerade in der Zeit jetzt in der mein Onkel gestorben ist, ist er für mich da wie niemand sonst. Er nimmt mich in den Arm und auch, wenn er nicht viel sagt: Er legt seine Arme um mich und hält mich fest. Und das ist so viel wert.

Angst vorm Fallen,
lieber für Nichts mehr stehen.

Ich glaube, manchmal weiß er gar nicht, wie viel er mir bedeutet. Klar, er macht mich teilweise wahnsinnig. Aber welcher Mann würde mich das nicht machen? Ich brauche ihn wie die Luft zum atmen. Mir dreht sich der Magen um, wenn er mir sagt, er reitet drei Tage lang weg. Drei Tage ohne ihn? Das geht gar nicht. Ich weiß für mich, ich halte das nicht aus. Aber was soll ich ihm sagen? „Schatz, mach es nicht, ich kann ohne dich nicht!“ ?
Wir müssen beide noch viel lernen, glaube ich. Manchmal wünschte ich einfach, es wäre alles leichter. Mit uns, um uns herum.
25.8.12 21:28
 


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